Demokratie-Rallye

Am Sonnabend gibt es eine tolle Demokratie-Rallye durch Potsdam. Ihr könnt in viele Einrichtungen der Landesregierung gehen, den Landtag und vieles andere mehr besuchen. Genauere Informationen erhaltet ihr von Euren Betreuern.

Zum Ablauf: Am Vormittag des Samstags werden die Jugendlichen in ihre am Freitag festgelegten Gruppen zurückkehren und ihre politischen Themenpakete sowie Fragestellungen aufgreifen. Vorgesehen ist der Besuch von Ministerien sowie einer weiteren Einrichtung, die entweder eine staatliche oder nichtstaatliche Institution sein kann, aber in oder bei politischen Entscheidungsprozessen mitwirkt. Während der Rallye werden die Teilnehmer u.a. Gespräche mit MinisterInnen, StaatssekretärInnen führen. Die Jugendlichen werden in 20 Gruppen eingeteilt mit denen sie die Demokratierallye absolvieren. Jede Gruppe wird von mindestens einer pädagogisch geschulten Person begleitet.

Unabhängig von den Themenpaketen werden die Jugendlichen im Rahmen der Demokratie-Ralley unter dem Motto „Jugendliche fragen – Abgeordnete antworten“ die Gelegenheit haben, Abgeordneten des Landtags Fragen zu stellen, die sie schon immer stellen wollten.

————–

Gruppenthema 1

Wie gefährdet sind unsere Grundrechte, und warum sind sie wichtig für das Funktionieren des demokratischen Rechtsstaats?

Wie und wo trägt der Staat zur Schwächung von Grundrechten bei, z.B. Demonstrationsrecht? Warum ist es wichtig, dass Minderheiten/Schwächere ihre Meinung öffentlich verbreiten dürfen – selbst solche Minderheiten, die dem Rechtsstaat ablehnend gegenüberstehen? Welche Grenzen sind dabei zu beachten? Wie sollte die Justiz/die Gesellschaft mit entlassenen Straftätern umgehen, die weiterhin als gefährlich gelten?

Besuch bei Staatssekretärin Stachwitz und Generalstaatsanwalt Dr. Erardo Rautenberg, Ministerium der Justiz


————–

Gruppenthema 2

Sollte die Justiz härter gegen straffällige Jugendliche vorgehen?

Was bringt der berüchtigte “Schuss gegen den Bug”? Wie entstehen kriminelle Karrieren? Wie kann die Justiz gegensteuern, und wo liegen die Grenzen einer justiziellen Korrektur? Welchen Einfluss haben Familie und Schule, also Herkunft und Bildung auf die Herausbildung/Verfestigung krimineller Lebensgeschichten?)

Besuch bei Minister Volkmar Schöneburg und Generalstaatsanwalt Dr. Erardo Rautenberg, Ministerium der Justiz

————–

Gruppenthema 3

Warum kosten Minderheitenrechte eigentlich Geld? Und weshalb ist es gerecht, dass die Mehrheit für die Minderheit zahlt?

Ein Diskussionsforum über die finanzielle Ausstattung der ‘Stiftung für das sorbische Volk’ und dem damit verbundenen Effekt, die Demokratie im ganzen Land zu stärken.

Besuch bei Staatssekretärin Trochowski, Ministerium der Finanzen und beim Rat für sorbische Angelegenheiten

————–

Gruppenthema 4

Ausbildung – Zukunftssicherung im Land Brandenburg

In der Wirtschaftregion Berlin- Brandenburg besteht bis 2015 ein zusätzlicher Fachkräftebedarf von 270.000 Menschen: Damit haben alle gut ausgebildeten und engagierten Jugendliche sehr gute Berufschancen. Damit sie ihrer Heimat treu bleiben müssen sie im Beruf aber auch gut bezahlt werden. Gute Tarifabschlüsse und Mindestlöhne sind dafür Voraussetzung. Vorgestellt werden die bei Jungen und Mädchen beliebtesten Berufe – und die Berufsbilder, die künftig von den Unternehmen besonders nachgefragt sein werden.

Besuch bei Minister Günther Baaske, Ministerium für Arbeit, Soziale, Familie und Frauen; Gespräch mit einem Ausbildungsleiter aus den Mercedes Benz -Werken

————–

Gruppenthema 5

Brandenburg All Inclusive – Zuwanderung und Integration in Brandenburg

Auch in Brandenburg ist Zuwanderung längst gesellschaftliche Realität.
Jedes zehnte Kind in Brandenburg kommt aus einer Familie mit Zuwanderungsgeschichte. Wie sieht es in Brandenburg aus mit der Integration? Welche Zuwanderungsgruppen sind hier her gekommen, welche Erfolge gibt es, wo liegen die Dinge gerade in Brandenburg auch anders als in Berlin oder Nordrhein-Westfalen? Und was tragen Zugewanderte zur Entwicklung des Landes bei? Braucht Brandenburg Zuwanderung?

Besuch der Integrationsbeauftragten, Frau Prof. Dr. Weiss, Ministerium für Arbeit, Soziale, Familie und Frauen; Besuch bei der Arbeitsgemeinschaft für die Beiräte und Migrantenorganisationen im Land Brandenburg im Bürgerhaus am Schlaatz

————–

Gruppenthema 6

Verbote extremistischer Organisationen – das Für und Wider

Einführung in die Konzeption der freiheitlichen demokratischen Grundordnung – Darstellung von Filmen mit extremistischen Inhalten im Internet

Besuch bei Staatssekretär Zeeb und Mitarbeitern des Verfassungsschutzes, Ministerium des Innern; Gespräch mit demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung

————–

Gruppenthema 7

Demokratie sichern – Polizistin/Polizist, ein Beruf für mich?

Vorstellung der Motive, warum wurde ich Polizist/In wurden sowie Darstellung der Herausforderungen, die mit dem Polizeiberuf einhergehen, z.B. Erfahrungen mit der polizeilichen Begleitung von Versammlungen und Veranstaltungen.

Besuch bei Polizeipräsident Kann und PolizistInnen der Landeseinsatzeinheit der Polizei (LESE), Ministerium des Innern und Gespräch mit Vertretern der Gewerkschaft der Polizei

————–

Gruppenthema 8

Verbraucherschutz

1) Rettungsringe für unser Klima – Was kann der Einzelne fürs Klima tun?
2) Gesundheit auf dem Frühstücksteller – Fitness-Futter – Untertitel: “Wissen, was in Lebensmitteln steckt
3) world-wide-nepp – Kostenfallen im Internet -Clever mit dem Geld umgehen


Besuch bei Ministerin Anita Tack, Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
; Gespräch mit einer Vertreterin der Verbraucherschutzzentrale

————–

Gruppenthema 9

Kleines ABC des FreiwilligenPasses – ein Bürgerpass für alle!

Bürgerschaftliches Engagement wird am Beispiel des FreiwilligenPasses vorgestellt, also Historie der Entstehung des Passes, Idee, Beteiligung der Ressorts, Abstimmung im Kabinett, Arbeitskreis, Antragsverfahren, Aushändigung. Den Jugendlichen wird an einem konkreten Beispiel gezeigt, wie einer Forderung von Engagierten nach mehr Anerkennung nachgekommen wird und der FreiwilligenPass in einem demokratischen Beteiligungsverfahren entstanden ist.

Besuch in der Staatskanzlei; Besuch des SEKIZ e.V., Selbsthilfe-, Kontakt- und Informationszentrum zentraler Ort für Selbsthilfe, Begegnung und ehrenamtliches Engagement in Potsdam

————–

Gruppenthema 10

Demografischer Wandel in Brandenburg: Chancen für die Jugend? oder eher Risiken?

Den Jugendlichen soll anschaulich dargestellt werden, wie der Demografiebericht entstanden ist (Kabinettklausuren, Projektgruppe, IMAG), Berichtserstellung, Inhaltliche Diskussion, Kabinettverfahren, Chefgespräche, Kabinettbeschluss, Weiterleitung an LT).

Besuch in der Staatskanzlei, „kleine“ Zukunftswerkstatt mit dem Mobilen Beratungsteam

————–

Gruppenthema 11

Lieber sicher. Lieber leben.

Vorstellung und Diskussion der Verkehrssicherheitskampagne des MIL. Die Jugendlichen werden mit der Hausleitung und den “Blauen Engeln” ein Gespräch zur Verkehrssicherheitskampagne des MIL führen.

Besuch bei Minister Jörg Vogelsänger und den „Blauen Engeln“, Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL)

Treffen der Verkehrswacht Oranienburg mit Überschlagssimulator, Lustgarten-Gelände

————–

Gruppenthema 12

Lieber sicher. Lieber leben.

Vorstellung und Diskussion der Verkehrssicherheitskampagne des MIL. Die Jugendlichen werden mit der Hausleitung und den *Blauen Engeln* ein Gespräch zur Verkehrssicherheitskampagne des MIL führen.

Besuch beim Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) mit den “Blauen Engeln”

Treffen der Verkehrswacht Oranienburg mit Überschlagssimulator, Lustgarten-Gelände

————–

Gruppenthema 13

Energiepolitik und Klimaschutz mit CO2-Speicherung?!

Das Land Brandenburg ist Vorreiter beim Einsatz Erneuerbarer Energien. Wenn aber der Anstieg des globalen Klimas bis 2050 auf maximal 2 Grad Celsius beschränkt werden soll, dann muss Brandenburg als Industrieland die klimaschädlichen Emissionen um 85 Prozent reduzieren. CCS kann eine Möglichkeit dafür sein, als eine Brückentechnologie hin zur 100-prozentigen Umsteuerung der Energieerzeugung auf Erneuerbare Energieträger und eine Schlüsseltechnologie zur Zukunftssicherung Brandenburgs als Industriestandort.

Besuch bei Staatssekretär Herrn Heidemanns, Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten (MWE)

Gespräch mit Ausbildungsleitern aus den Mercedes Benz – Werken

————–

Gruppenthema 14

Europa ist hier – Die EU in Brandenburg

Die Zugehörigkeit zur Europäischen Union war und ist für die Landespolitik und die Entwicklung Brandenburgs von großer Bedeutung. Das gilt in besonderer Weise für die Fördermittel aus den EU-Fonds, die vielerorts im Land für unterschiedlichste Vorhaben verwendet werden. Folgenreich sind auch die Auswirkungen des EU-Rechts auf die Landesgesetzgebung, die Einbindung und Mitarbeit in EU-Gremien wie dem Ausschuss der Regionen und die vielfältigen internationalen Kontakte Brandenburgs.

Wie genau ist die Landesregierung im Bereich der EU-Politiken aufgestellt? Welche Entscheidungen werden wie in Brüssel und in Brandenburg getroffen? Wie profitieren Brandenburg und seine Bürger und Bürgerinnen von der Europäischen Union?

Besuch bei Herrn Balint, Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten (MWE)

Treffen mit Vertretern der Jungen Europäischen Bewegung Berlin Brandenburg e.V.

————–

Gruppenthema 15

DDR-Geschichte

Erst wenn man sich bewegt, spürt man die Ketten – wie haben *normale* Bürger die DDR erlebt? Wie viel Mut gehörte dazu, sich zu wehren? Welche Rolle spielten die Schulen im DDR-System? War im Alltag Unterdrückung spürbar? War die Stasi wahrnehmbar?

Vortrag und Diskussion mit Minister Rupprecht, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS)

Besuch der Gedenkstätte Lindenstraße/Gefängnis der Staatssicherheit und Gespräch mit Ulrike Poppe, Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

————–

Gruppenthema 16

Meine-Deine-Unsere Schule? Demokratie macht‘s möglich

Ist ein hochwertiger Unterricht in den Fächern Politische Bildung und Geschichte ein Garant dafür, dass das Schulwissen über politische Zusammenhänge und Fakten zugleich engagierte Demokratinnen und Demokraten heranbildet?

- Wie können Schulen sich demokratisch verändern und entwickeln?
- Wie weit kann die Demokratieerziehung in den Schulen gehen?
- Wo sind die Grenzen der Partizipation?
- Wie bestimmen partizipative Strukturen demokratisches Handeln, Orientierung und Denken der Schüler?
- Trägt Partizipation dazu bei, dass aus Jugendlichen kritische, engagierte und wachsame Geister erwachsen?
- Auf welche Nöte und Probleme moderner Schulen kann die Demokratieerziehung antworten?

Besuch bei Staatssekretär Jungkamp, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS)

Treffen mit der RAA Brandenburg, Landesstelle für demokratische Jugendbeteiligung

————–

Gruppenthema 17

Studium lohnt!

Es sollen die Fragen behandelt werden: „Warum studieren“, „Was bieten Brandenburgs Hochschulen“, „Wie funktioniert eine Hochschule“, „Wie wird ein Studium finanziert“ und „Welche Aufgaben hat das MWFK“.

Besuch bei Staatssekretär Gorholt, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK)

Besuch Uni Potsdam Projekt “Studium lohnt!” mit „Schüler-Alumni”

————–

Gruppenthema 18

Alles Theater?

Es sollen die Fragen erörtert werden: „Welche Bedeutung haben Theater“, „Was hat Kultur mit Politik zu tun“, Wie wird Kultur gefördert“ und „Welche Art von Kultur wird warum und von wem gefördert“.

Besuch des Hans-Otto-Theater und des T-Werk, Schiffbauergasse Potsdam

Treffen mit Staatssekretär Gorholt im T-Werk


————–

Gruppenthema 19

Die Rolle der Medien in der Demokratie

Staatskanzlei, stellvertr. Regierungssprecherin Frau Krahnert und  Leiter Presseamt Herr Völkel, und Herrn Tiede, Vorstandsmitglied der Landespressekonferenz / Stellvertretender Chefredakteur PNN